Die Uelser Schulen

 

 

Diese Ansichtskarte (Schrägluftbild) von 1962 zeigt in der Schulstraße die Schule, die neue altreformierte Kirche. Im Vordergrund das altreformierte Pastorat und gegenüber die Wohnhäuser Meyerink und Voet.

 

 

 

Das Bild ist die älteste Aufnahme die dem Heimatverein Uelsen und Umgebung vorliegt. Das Foto stammt aus dem Jahr 1890 und zeigt mehrere Schulklassen vor der reformierten Kirche. Seinerzeit fand der Unterricht noch im alten Rathaus statt.

 

 

Auszug aus der Schulchronik

 

Das Jahr 1890.

 

Den 26. März d. J. unterzogen sich 18 vierzehnjährige Schüler der Entlassungsprüfung. Eines derselben bestand dieselbe mit „recht gut“, zwei mit „gut“, vier mit „fast gut“, drei mit genügend und 8 mit „fast genügend“. Die letzteren wurden als nicht bestanden erachtet. Von denselben hatten die Schule besucht 6 regelmäßig, 6 fast regelmäßig, 2 unregelmäßig und vier sehr unregelmäßig.

 

Versetzt wurden am 1. April aus der Mittel- in die Oberklasse 18 Kinder und zwar 6 Knaben und 12 Mädchen. Der Bestand der Klasse betrug 60, also 15 weniger als im Jahr vorher. Die Anzahl der schulpflichtigen Kinder hat in den Jahren 1887 – 1890 um circa 40 abgenommen, weil verschiedene Arbeiterfamilien nach den Fabrikstädten Schüttorf und Nordhorn gezogen sind. Im Sommer d. J. richtete der erste Lehrer eine Eingabe an die Königl. Regierung in Osnabrück. In der derselben hob er hervor, daß bis dahin die schulpflichtigen Knaben ohne jeglichen Turnunterricht seien, weil derzeitigen Lehrer nicht im stande seien, solchen zu erteilen, und daß der benachbarte Lehrer Herr Ebberfeld in Höcklenkamp sich erbötig gestellt habe, gegen eine mäßige Vergütung denselben der Uelsener Jugend zu erteilen und sprach schließlich die Bitte aus, Hohe Königl. Regierung wolle dies genehmigen und zu diesem Zwecke dem Lehrer E. aus Staatsmitteln eine entsprechende Vergütung angedeihen lassen.

Auf Umwegen hat der Petent erfahren, daß die Königl. Regierung ein Antwortschreiben an den derzeitigen Lokalschulinspektor gerichtet habe mit dem Bemerken, daß gegen den bezüglichen Vorschlag nichts einzuwenden, aber für den Turnlehrer keine Gelder zur Unterstützung disponibel habe.

Darauf sind die Schulvorstandsmitglieder zusammenberufen und soll in der Sitzung beschlossen worden sein, mit Herrn Lehrer Ebberfeld wegen des Turnunterrichts in Unterhandlung zu treten, woraus aber nichts geworden ist.

Im Herbste d. J. richtete Lehrer Körner eine Petition an den hies. Schulvorstand. Er hob hervor, daß sein Amtsvorgänger, der frühere Lehrer Herr Lüppe, 90 M mehr an Gehalt aus der Schulkasse erhalten habe und bat den Schulvorstand, ihm 90 M herabgesetztes Einkommen um 100 M jährlich zu erhöhen. Die Schulgemeinde würde dazu jetzt eher imstande sein, da dieselbe zur Entlastung 500 M jährlich aus Staatsmitteln erhalte. Ferner bat Petent, ihn von der Pflicht des Läutens mit der Rathausglocke morgens um 8 und mittags um 1 Uhr zu entbinden, da sein Vorgänger diese Pflicht ebenfalls nicht gehabt habe. Aber der Bittsteller wurde, wie er das erwarten durfte, abschlägig beschieden.

Am 29. September 1890 fand die Entlassungsprüfung der 14jährigen Schüler und Schülerinnen statt. Drei Knaben und drei Mädchen unterzogen sich derselben. Fünf von diesen erhielten das Zeugnis „gut“ bis „recht gut“, während ein Mädchen die Prüfung nicht genügend bestand. Dieselbe hatte teils wegen Kränklichkeit, teils wegen Nachlässigkeit seitens der Eltern den Unterricht recht oft versäumt.

 

 

 

 

 

 

Diese Aufnahme ist nur unwesentlich jünger. Auch dieses Foto wurde bei der reformierten Kirche aufgenommen. Im Hintergrund erkennt man die Häuser Am Markt.

 

Die jetzige Grundschule in früheren Jahren.

Über die nächsten vier Klassenfotos ist so gut wie nichts bekannt. Wer kann uns weiterhelfen.

Wer kennt Namen von den abgebildeten Personen.

 

Diese Bild stammt von einer Familie Borrink. Die Aufnahme ist zwischen 1900 und 1910 erstellt worden. Das Dekor der Umrandung ist im Jugenstil gehalten.

 

 

Hier ist die 4. Klasse der Volksschule Uelsen im Jahr 1933 fotografiert worden.

 


 

 

Schulklasse Uelsen 1933 – Das blonde Mädchen vorne rechts ist Gertrud Heemann. Sie war später lange Jahre als Verkäuferin im Textilgeschäft Hoedt beschäftigt. Die anderen Personen sind leider namentlich nicht bekannt.

 

Vermutlich aus den 1930er Jahren.

Wahrscheinlich auf dem Mühlenberg  aufgenommen.

Das Foto müsste etwa von 1938 sein.

Ganz vorne rechts mein Onkel, Heinrich Schievink, links neben ihm mit der langen Hose, Heinrich Schröder. Über ihm, Hermann Moman.

Quelle: Jutta Jeurink-Brill

 


 Aufnahme vom 10. Mai 1948. Das Bild zeigt die 1. Klasse der Volksschule Uelsen auf dem Schulhof der heutigen (2020) Grundschule. Leider liegen dem Heimatverein keine Namen vor. Im Hintergrund die altreformierte Kirche. Der Turm wurde später abgetragen und im Jahr 2020 hat die Firma Scholte- Wassink hier ihr Möbellager.

Quelle: Günter Egbers

 

Schulausflug von 2 Klassen aus Uelsen zum Hermanns-Denkmal bei Detmold im Jahr 1949.

 

Die Schülerinnen die auf den Stufen sitzen sind leider namentlich nicht bekannt.

 

1. Reihe stehend von links: Erna Veddeler, Henni Veddeler, Gesine Blekker, Else Epmann, Gerda Kloppenburg, Dorette Niehoff, Berndine Küper, Aleida Blekker, Albert Janzen, Helmut Tegeler, Nicht bekannt, Heinz-Leonard van Nes, Gerrit Kamps, Jan Veddeler

 

Hintere Reihe von links: Ilse Peters, Jenny Meyer, Aleida Holtvlüwer, Gertrud Meyer, Fenna Blekker, Henni Behrends, Elly Spalink, Lehrer Behrends, Hanna Hansmann, Gertrud Koning, Lehrerin Frau Hügelmeyer, Martha Stroothmann, Hans Voet, Bernhard Scholten, Werner Hansmann,

 

 

 


Hier ein paar "Jammerlappen" (Zeugnisse).




 Volksschule Uelsen / Schulklasse Anfang der 1950er Jahre mit 50 Schülern / Klassenlehrerin: Frl. Niehoff

Reihen immer von links nach rechts / Beginn mit der oberen Reihe

Peter Kaiser / Karl-Heinz Wiegering / Dieter Grundmann / Helmut Kaiser / Hans Georg Butzke /Uwe Lengen / Helmut Kamps / Horst Wiese / Alfred Wever / Gerhard Meyer

 

Gerhard Holsmölle / Berthold Beuningh / Heinrich Snieders / Heinrich Hansmann / Wilhelm Elsmann / Heinrich Nitrouw / Manfred Tegeler / Hermann Wolf / Gerhard Bremmer / Jan Pamann / Friedrich Lükenbroer / Gerda Pohlmann

Gertrud Heemann / Selma Kip / Helga Heemann / Karin Giesbers / Gisela Nosseler / Johann Grobbe / Roland Wolf / Johann Schoo / ??? / Adolf Meyer

Egberdine Hinderink / Friedel Wolterink / Ilse Friese / Gisela Dams /Ursel Ricken / Heide Aalderink / Bärbel Eggers / Helga Daalmann / Luise Büscher

Irmgard Techy / Fenna Blekker / Alide Koning / Gisela Gneus / Trudi Scholten / Egberdine Hinderink / Dina Pamann / Ida Schipper / Hannchen Everink

 

3. Klasse der Volksschule Uelsen im Jahr 1966

 

 

 

Vordere Reihe von links: Helmut Elferink, Georg Berens, Liane List, Susanne Scherneck, Jenni Wolf, Luise van Wieren, Hartmut Tschirch, Hermann Berens,

 

 

Mittlere Reihe von links: Hermann-Heinz Röttger, Heiner Timmer, Berend-Dieter Völker, Ferina Beckhuis, Heike Schrovenwever, Gisela Lübbermann, Renate Borrink, Gudrun Schomaker, Astrid Engbers, Wilhelmine Giesbers, Edith Epmann, Gerold Voet, Hubert Rosenberg

 

Hintere Reihe von links: Lehrer Tebbenhoff, Heinz Rayna, Hans Kampferbeck, Anita Dyk, Anita Schlosser, Ariane Zwartscholten, Gerlinde Engbers, Gisela Kemper, Helga Hamberg, Johann Klokkers,

Gunther Engbers, Alide Beckmann

 

 

Erste Klasse, 1b, Grundschule Uelsen bei Herrn Siegfried Wüppen, 1969/70.

 

Hintere Reihe von links: Dietlinde Markert, Ursula Beckhuis, Gudrun Hansmann, Angela Borrink,

Marita Kemper. Heinz-Peter Joost, Jörg Wigger, Heinrich Brinkmann, Jan-Hermann Meinderink, Lehrer Siegfried Wüppen.

Mittlere Reihe von links: Gerd Lücke, Berni Johrmann, Elisabeth Frauenkron, Susanne Rümekasten, Ingo Warrink, Holger Brandt, Burkhard Stüvel, Herbert Veddeler, Heinz ten Hagen,

Friedel Baumann, Kerstin Kroll, Brigitte Schoemaker.

Vordere Reihe von links: Elke Röder, Uwe Postler, Jürgen Völkering, Gerda Gommer, Elke Schipporeit, Karl Schüler, Alwin Blekker, Jürgen Neubert

 


Schulen in Uelsen


 

Das älteste noch erhaltene Schulgebäude in Uelsen ist das alte Rathaus gegenüber der reformierten Kirche. Es war Eigentum der ref. Kirchengemeinde und ging erst 1939 in den Besitz der politischen Gemeinde über.

Im Jahr 1841 werden in der Schulchronik ein Lehrer Roosenboom sowie ein Hilfslehrer Hilbrink aus Emlichheim erwähnt. Zu dieser Zeit wird die Unterrichtssprache von holländisch auf deutsch umgestellt. Es wurde den Eltern auch überlassen, zu welchem Lehrer sie ihre Kinder in die Klasse schicken wollten. Das hatte zur Folge, daß die Klasse von Rosenboom derart überfüllt war, das seine 180 Schüler zum großen Teil in den Gängen stehend am Unterricht teilnahmen.

 

Als die Räume im Rathaus nicht mehr ausreichten, kaufte die Gemeinde das Haus-Nr. 137 an der heutigen Itterbecker Straße (später lange Standort der Fahrradhandlung W.Voet – 2020= Firma NATEKO und Rechtsanwälte Luda,Wassermann,Ahlers). In den Garten hinein wurde eine billige und schlechte neue Schule gebaut.

Nach jahrelanger Beratung wurde 1894 der Neubau einer Schule beschlossen und die Einweihung erfolgte am 22. Oktober 1895. Die damaligen Kosten für das Grundstück = 1500 Mark und für das Gebäude = 9575 Mark.

Im Jahr 1906 stiegt die Schülerzahl auf 229 Kinder und der Heimatdichter Ludwig Sager wurde als Lehrer eingestellt.

Seit dem 01.05.1919 war dann Jan Albert Blekker der Hauptlehrer. Er wurde 1930 nach Georgsdorf versetzt und starb am 20.04.1942 im Konzentrationslager Sachsenhausen.

Unter dem neuen Schulleiter Heinrich Behrends erfolgte am 11.08.1930 die Einweihung des Erweiterungsbaues.

Während des 2. Weltkrieges konnte nur sehr eingeschränkt der Unterricht erteilt werden. So stand im Schuljahr 1940/41 dem Schulleiter für die 238 Kinder der 6-klassigen Schule zeitweise nur eine Lehrerin zur Verfügung.

Im Jahr 1957 wird die Schule um weitere drei Klassenräume erweitert und seit dem 24.04.1957 ist Bernhard Wüppen der neue Rektor.

1964 erfolgt eine weitere Erweiterung und mit dem Bau der Turnhalle wird begonnen. Seit 1966 wird die Volksschule Uelsen vollausgebaute Mittelpunktschule. Die nächste Erweiterung erfolgt im Jahr 1969.

Die vorgenannten Angaben stammen auszugsweise aus der Festschrift zur Schulerweiterung im Januar 1969. Verfasser Bernhard Wüppen.

 

Durch die Auflösung der kleinen Schulen in den umliegenden Landgemeinden wird auch in den folgenden Jahren immer wieder eine Erweiterung und Vergrößerung notwendig. Im Jahr 1979 wird die große Sporthalle fertiggestellt.

 

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der doch sehr umfangreichen Geschichte der Schule Uelsen.

 


 

Schulen und frühere Schulen in der Umgebung

 

Derzeit bestehende Schulen

 

 

 

01 - Grundschule Wilsum (davor: Volksschule, seit etwa 1800)

 

02 - Grundschule Itterbeck (davor: Volksschule, seit etwa 1800)

 

03 - Grundschule Uelsen (Teilung der Volksschule Uelsen 1978)

 

04 - Hauptschule Uelsen (Teilung der Volksschule Uelsen 1978)

 

05 - Realschule Uelsen (seit 1975)

 

06 - Lise-Meitner-Gymnasium, Außenstelle Uelsen (seit 2004)

 

 

 

Aufgelöste Schulen

 

07 - Volksschule Haftenkamp (etwa 1800 - 1975)

 

08 - Volksschule Höcklenkamp (1855 - 1964)

 

09 - Voksschule Ratzel

 

10 - Volksschule Egge-Balderhaar

 

11 - Volksschule Uelsen (um 1650 bis zur Teilung 1978)

 

12 - Volksschule Wielen (etwa 1780 - 1977)

 

13 - Volksschule Getelo (etwa 1800 - 1977)

 

14 - Volksschule Halle (etwa 1800 - 1977)

 

15 - Volksschule Hardingen (etwa 1800 - 1977)

 

16 - Volksschule Gölenkamp (etwa 1800 - 1975)

 

17 - Volksschule Getelomoor (1893 - 1964)

 

18 - Orientierungsstufe Uelsen (1973 - 2004)