... über Uelsen



 

 

Der Müller von Uelsen

 In Uelsen wohnte vor Zeiten ein fleißiger Müller. Er schrotete das Korn, das Bürger und Bauern zu ihm brachten und gab allen das richtig Maß zurück. Seine Mühle lag im Linnenbeckental bei Höcklenkamp. Weil der Weg dahin weit und beschwerlich war, baute er an der Südseite des Dorfes auf einem Heidehügel eine schöne Windmühle, die ihm viel Freude bereitete. Einmal kam nun der Graf von Bentheim auf der Jagd in die Uelser Gegend. Er sah die Mühle und sie gefiel ihm sehr. Er bot dem Müller eine gute Summe Geldes dafür. Aber der Müller wollte sie nicht hergeben. Da sagte der Graf: Wenn Du sie mir nicht verkaufst, so verbiete ich Dir, darin zu mahlen. Der Wind, der die Flügel dreht, gehört nämlich mir“. Das Gericht gab ihm recht. Nun geriet der Müller bald in Not. Sein Geld steckte in dem Neubau, und die Gläubiger drängten. Verdient wurde wenig. So kam der Augenblick, wo er sich an den Grafen wenden musste. Dieser erwarb sie für einen geringen Betrag. Auf diese Weise gelangte die Mühle von Uelsen der Überlieferung nach in den Besitz des Grafen von Bentheim.

 



Von Ludwig Sager, erschienen im "Grafschafter".


Entnommen aus dem Buch: 850 Jahre Gemeinde Uelsen 1131-1981. Herausgeber Gemeinde Uelsen 1981


Die Goldene Wiege von Uelsen

Entnommen aus dem Buch: "Die Sagen der Heimat"

Herausgeber: Rektor H.Specht (1925)

Entnommen aus dem Buch: "Sagen aus der Grafschaft Bentheim"

Herausgegeben von Lucie Rakers (1969)



Entnommen aus dem Buch: "Sagen aus der Grafschaft Bentheim" Herausgegeben von Lucie Rakers (1969)

Zeichnungen von Wilhelm Frantzen