Geschäftshaus Dyk

 

 

 

 

 

Eine Foto das um etwa 1900 entstanden ist.

Rechts der Eingang zu den Geschäftsräumen.

Zur Straßenseite hin wohl die Wohnungstür.

 

 

Eine Aufnahme aus den 1930er Jahren. Bis 1939 gehörte dieser Bereich noch zur selbständigen Gemeinde Bauerhausen. Im Anbau rechts hatte Remmelt van Goor seine Fahrradwerkstatt. Diese wurde später zur gegenüberliegenden Seite der Itterbecker Straße verlegt. (2021 VGH-Versicherung).

 

 

 

 

Eine alte Werbeanzeige.

Damals gab es noch sehr überschaubare Telefonnummern.

 

 

Bericht aus den Grafschafter Nachrichten vom August 1989 von Willy Friedrich

 

Das alte Forsthaus steht nicht mehr.

 

Alte Bausubstanz in Uelsen abgetragen.

 

Das alte Forsthaus steht nicht mehr. Mit dem Gebäude ist das Geschäftshaus Dyk in Uelsen an der Itterbecker Straße gemeint. Vor kurzem wurde der Bagger angesetzt. Aus dem Ortsbild von Uelsen ist bedauerlicherweise wiederum ein altes Bürgerhaus verschwunden. Übrigen das zweite in wenigen Wochen. Auch die ehemalige Gaststätte Storteboom-Helbos in der Ortsmitte fiel der Spitzhacke zum Opfer.

 

Wahrscheinlich stammte das Grundstück, auf dem das Haus Dyk errichtet wurde, aus dem Besitz des Bauern Brinkmann. Ursprünglich hat dort der Förster Johannes Adam Trautwein gewohnt. Es kam Anfang vorigen Jahrhunderts aus Thüringen nach Uelsen. Trautweins Tochter hat einen Dyk geheiratet, den es aus Gramsbergen (Niederlande) nach Uelsen verschlagen hatte. Später adoptierte Dyk einen Sohn. Aus dieser Familie stammt Johann Dyk. In Uelsen und weit darüber hinaus als Uhrmachermeister bekannt.

 

Johann Dyk eröffnete seinen kleinen handwerklichen Betrieb zunächst im alten Haus ten Hagen an der Itterbecker Straße. Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zog er jedoch zu seinen Eltern. Dort richtete er sich seine Werkstatt und ein Geschäft ein, das nach und nach ausgebaut wurde.

 

Mit der Vergrößerung des Betriebes wurden Um- und Erweiterungsbauten erforderlich. Sie brachten architektonische Veränderungen an dem Gebäude mit sich. Trotzdem gehörte das Haus Dyk zu den charakteristischen alten Geschäftshäusern in Uelsen

 

Johann Dyk starb 1967 und seine Frau Alide, geb. Vorrink 1977. Bereits Jahre zuvor waren Sohn, Tochter und Schwiegertochter in das elterliche Geschäft eingetreten. Vor etwa fünf Jahren wurde das Uhrmacherhandwerk aufgegeben und das Haus, im Zuge der Ortssanierung, von der Gemeinde Uelsen erworben. Auf dem ehemaligen Grundstück Dyk, neben dem neuen Rathaus, entstehen weitere Parkplätze.

 

 Das Geschäftshaus Dyk in den 1950er Jahren

 

Eine Aufnahme aus den 1980er Jahren. Kurz vor dem Abbruch im Sommer 1989.